Wenn wir schreiben „unsere“ Pensionspferde, dann liegt das nicht nur daran, dass sie bei uns wohnen, sondern auch daran, dass sie uns über viele Jahre ans Herz gewachsen sind. Übrigens genau wie ihre Besitzer, mit denen uns seit langem eine Freundschaft verbindet.

Joker, das Gelderländer Warmblut mit der großen Blesse ist unser Alterspräsident, mit mehr als zwanzig Jahren genießt er Privilegien, die er auch einfordert. Er lässt sich gerne durch den „gefährlichen“ Lamellenvorhang auf den Auslauf begleiten oder möchte mehrfach und mit ausreichend Personal auf den Hänger gebeten werden, den er mal ohne Probleme, mal erst nach mehreren Versuchen betritt. Wir kennen Joker seit 12 Jahren, durften ihn schon immer fahren und haben mit ihm zusammen viel gelernt. Wen stören also die Schrullen eines solchen langjährigen Weggefährten? Uns jedenfalls bringen sie oft zum lachen und dann beginnt er auch schon meist zu kooperieren, eine alte Diva eben!

 

 

Weiterer Mieter ist Nestor, ein Schleswiger Kaltblut. Auch er ist nicht mehr der Jüngste, geht aber ganz gerne unter dem Sattel nach draußen und freizeitmäßig Holz rücken oder auf dem Acker arbeiten. Ein eigentlich gemütlicher Freizeitpartner, der aber immer mal für einen Scherz gut ist. Trotz unerschütterlicher Freundlichkeit hat Nestor leider nicht verstanden, dass er deutlich stärker ist, als Zweibeiner, bzw. dass ein freundlicher Tritt gegen die Boxentür (weil da doch Futter kommt, oder?!) zu reparaturpflichtigen Schäden führt! Also achtet auf Eure Füße wenn er sich Euch nähert um Kontakt aufzunehmen.

 

 

Die Stute Ariel ist die „Grande Dame“ des Stalls, mit klaren Vorstellungen, welcher Zwei- oder Vierbeiner zu welchem Zeitpunkt eine Audienz oder ihre Abneigung zu spüren bekommt. Sie ist Menschen gegenüber nicht aggressiv aber mitunter sehr abweisend und vorsichtig. Ariel kommt aus sehr schlechten Haltungsbedingungen und wir glauben, dass ihr Verhalten gegenüber Menschen und Pferden darauf zurück zu führen ist. Allerdings ist sie Susannes Liebling und Mutter der beiden Pappelhof Welsh-Cobs. Sie ist eine super selbstbewusste Mama gewesen, die uns tolle Fohlen geboren hat und nicht zuletzt deswegen auch einen Sonderstatus hat. Sie dankt es mit top Zuverlässigkeit beim Fahren und Reiten, legt allerdings wert auf eine klare und konsequente Führung.

 

Wir bitten unsere Gäste darum, den Pensionspferden keine Leckerli oder Ähnliches zu füttern und sie auch nicht ungefragt zu streicheln oder gar aus den Boxen oder umfriedeten Pferdebereichen zu holen. Sie sind in Privatbesitz, nicht an die Anforderungen von Betriebspferden gewöhnt und auch nicht als solche versichert.